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Kontakt-Manager für die alten Mieter
Verein "Alte Löwen" entwickelt Konzepte für Senioren / Vermieter sollen sich stärker engagieren.
In Düsseldorf mangelt es an Hilfsmöglichkeiten für hochbetagte Menschen. Nach Zahlen, die gestern der Düsseldorfer Senioren-Förderverein "Alte Löwen" im städtischen Seniorenzentrum Haus Gallberg vorlegte, wird nur knapp 10 Prozent des Bedarfs abgedeckt. Mit einem Konzept will der Verein Besserung schaffen. 50 000 Menschen über 75 Jahre gibt es nach Zählungen des ehemaligen Sozialdezernenten Frajo Göbel, der den "Alten Löwen" vorsteht, in Düsseldorf. Für die ständen derzeit in Altenheimen und betreuten Wohnanlagen 6500 Plätze zur Verfügung.
Dabei beobachten die Mitglieder des Vereins: "Der Trend geht dahin, dass ältere Menschen wieder zurück in die Städte ziehen." Dort tut sich indes eine Lücke auf. Für klassische Seniorenheime sind die heutigen Senioren zu fit, die Familie steht aber auch oft nicht mehr zur Verfügung, um bei Problemen zur Hand zu gehen. Mit dem Konzept "Servicedienst - Wohnen im Alter" möchten die Alten Löwen Vermieter in Düsseldorf auffordern, sich diesen Bedürfnissen anzunehmen. "In Düsseltal 
etwa", beobachtet Frajo Göbel, "gibt es zig Häuser mit fünf oder sechs Stockwerken, die keinen Aufzug haben - so etwas lässt sich künftig nicht mehr vermieten." Im Mittelpunkt des Konzeptes stehen die so genannten "Kontakt-Manager". Die sollen sich im Auftrag von Wohnungseigentümern künftig um das Wohl älterer Mieter kümmern. Der Vorteil: Senioren könnten möglichst lange in den gewohnten vier Wänden wohnen, hätten aber eine "Rückversicherung" in der Hand, in Notfällen Hilfe zu bekommen. Haken: Das Ganze kostet Geld. "Aber wir sind sicher, dass man so etwas kostengünstig arrangieren kann", glaubt Göbel. Bei der AG Düsseldorfer Wohnungsunternehmen haben Göbel und Co. bereits für August einen Termin, um ihr Konzept vorzustellen. Mit Haus und Grund sei man noch im Vorgespräch. Am 29. Juli wollen die Alten Löwen das Thema auch ab 11 Uhr während eines Jahresempfangs im Haus Gallberg erörtern. Für dann hat sich auch OB Joachim Erwin mit einer Rede zur künftigen Düsseldorfer Seniorenpolitik angekündigt.
WZ, 12. Juli 2006
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