"'Saal Alte
Löwen' heißt der frisch renovierte Aufenthaltsraum im städtischen
Seniorenzentrum Haus Gallberg an der Blankertzstraße schon. Künftig
will der gleichnamige Verein noch erheblich mehr erreichen. 1992 als Verein
der Freunde und Förderer der Altenhilfe in der Stadt Düsseldorf
gegründet, haben sich die Mitglieder jetzt umbenannt. Alte Löwen
heißt der Club nun und will sich mit neuem Vorstand und neuem Konzept
künftig stärker um alte Menschen in der Landeshauptstadt kümmern.
Das
ist nötig: Schon jetzt sind 15 Prozent der Düsseldorfer älter
als 75 und das werden noch viel mehr, begründet Franz-Josef Göbel
das Vorhaben. Der ehemalige Sozialdezernent der Stadt hat vor knapp einem
Jahr den Vorstand übernommen. Aus dem seinerzeit stark von der Stadt
beeinflussten Verein, der eher vor sich hindümpelte denn wirklich
aktiv war, ist seitdem wieder eine starke Runde geworden. Allein die Mitgliederzahl
wurde von 30 auf 65 mehr als verdoppelt.
Dazu
gibt es neue Arbeitsschwerpunkte. |
Ursprünglich
war der Verein gegründet worden, um in den städtischen Senioreneinrichtungen
Angebote aufrecht zu erhalten, die die Stadt in Zeiten klammer Finanzen
nicht mehr bezahlen konnte. Künftig wird es drei Schwerpunkte geben,
erklärt Franz-Josef Göbel: 'Wir werden weiter materiell die Einrichtungen
unterstützen, wir werden Menschen helfen, die Angehörige zu Hause
pflegen und wir möchten den demographischen Wandel stärker im
Bewusstsein der Öffentlichkeit verankern.'
Dazu
ist der Verein komplett auf Spenden angewiesen. 'Wir werden auch Kontakte
zur Wirtschaft suchen, damit die uns unterstützen', sagt Göbel.
Wodurch wollen sich die Alten Löwen auszeichnen? Durch Erfahrung,
Kompetenz und Leistungsstärke sowie durch ehrenamtliches Engagement.
Dazu gehören etwa Mitstreiter, die Senioren vorlesen, mit ihnen spazieren
gehen oder den alten Menschen soziale Kontakte verschaffen. Wo ehrenamtlicher
Einsatz nicht ausreicht, will sich der Verein um 1-Euro-Jobber bemühen."
Westdeutsche Zeitung,
29.Juni 2005 |