Bis ins hohe
Alter in der eigenen Wohnung leben zu können, wünschen sich viele
ältere Menschen.Weil die Angehörigen jedoch oft weit weg wohnen,
kann allein wohnen auch einsam machen.
"Wie
kann jemand, der allein wohnt, trotzdem am städtischen Leben teil
haben?" Franz-Josef Göbel, Vorsitzender des Vereins "Alte Löwen",
weiß die Antwort. Gemeinsam mit Vereinsmitgliedern, Sozialarbeitern
und Experten aus der Wohnungswirtschaft entwickelt er den "Kontakt- und
Servicemanager". Dieser soll die Rolle eines Ansprechpartners und Vermittlers
übernehmen. "Im Grunde ersetzt der Manager die fehlenden Angehörigen
und stellt Kontakte her", erklärt Göbel die Idee.
Er
findet heraus, wer die Gardinen wäscht, wer am besten über die
Pflegeversicherung |
berät oder
wo der nächste Seniorentreff stattfindet. "In Düsseldorf gibt
es genügend Institutuionen, die Dienstleister sind", sagt Göbel.
"Hoch betagte Menschen können zu diesen jedoch oft keinen Kontakt
herstellen." Der Bedarf an Managern, die "lebenserfahren und aufgeschlossen"
sein sollten, wird in den nächsten Jahren ansteigen. Bei einer Befragung
im Seniorenwohnheim "Am Gallberg" gaben viele der Befragten an, sich möglichst
individuelle Betreuung zu wünschen und trotzdem eigenständig
wohnen zu wollen.
"Wir
haben erste Gespräche mit Vertretern der Wohnungswirtschaft geführt",
so Göbel. Angestellt werden soll der Kontakt- und Servicemanager vom
Eigentümer/Vermieter der Wohnung selbst. Als Finanzierungsmöglichkeit
schlägt Göbel das Kombilohnmodell vor.
RP, 12. Juli
2006 |