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Alte Löwen
Hilfe für die Ältesten in Düsseldorf.
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"Alte Löwen": Mehr Altsein im Alltag
"Die Zukunft gehört den Alten. Davon sind die 'Alten Löwen' überzeugt – und diese Zukunft wollen sie mitgestalten.
Hinter dem Namen verbirgt sich ein 65 Mitglieder zählender Verein, der in der Tat von alten Bekannten geführt wird: Franz-Josef Göbel, Ex-Sozialdezernent der Stadt, ist Vorsitzender. Sein Stellvertreter ist Pfarrer Paul Schnapp, bis vor drei Jahren Vorstand der Düsseldorfer Diakonie. Ihnen zugesellt hat sich der bisherige Vorstand der Städtischen Wohnungsgesellschaft, Helmut Dill. Ihr gemeinsames Ziel: Den Ältesten der Stadt das Leben erträglicher machen. Und den kleiner werdenden jungen Rest der Bevölkerung auf die alternde Gesellschaft vorbereiten. 'Wir fördern ganz konkret die Menschen', sagt Göbel. 'So haben wir zum Beispiel zwölf Bewohnern des Seniorenzentrums Gallberg einen Urlaub ermöglicht.' Haus Gallberg ist Stütz- und Ausgangspunkt der 'Alten Löwen', die sich besonders um dessen 200 Bewohner und um die rund 100 im städtischen Heim Benrath kümmern wollen.
'Daneben liegen uns aber auch die vielen am Herzen, die zu Hause pflegen und gepflegt werden', erklärt Schnapp, Seelsorger am Gallberg. 'Wir werden Vorträge und
Beratungen, etwa zu Patientenverfügungen anbieten.' Mehr Altsein im Alltag zu verankern – dafür wollen sich die Löwen 'mit ganz einfachen Mitteln' (Schnapp) stark machen.
Dazu braucht man Ehrenamtliche, die bereit sind, etwa mit einem Demenzkranken spazieren zu gehen, die Zeitung vorzulesen, beim Telefonieren zu helfen. Die mit einem Rollifahrer Ausflüge machen, der sonst den Gallberg nicht mehr hinunter kommt. Die Brücken bilden zwischen Klinik und Heim.
'Wir suchen aktive Alte, neue Mitglieder, Spender, Helfer, Ein-Euro-Jobber, Unternehmen', sagt Schatzmeister Rainer Sternkopf: Die 'Alten Löwen' wollen sich auf breite Schultern stellen, 'unser Brüllen soll schließlich gehört werden'. Beim Thema Wohnen und Stadtplanung drängen Göbel und Co. auf eine andere Sichtweise. 'Altengerechtes Wohnen, erreichbare Geschäfte – das wird die Zukunft der Stadt prägen', sagt Göbel. Schon heute sind rund 30 Prozent der Düsseldorfer älter als 60. Und noch immer ist es schwer, so Schnapp, in einem Seniorenheim ein Einzelzimmer zu bekommen."
Rheinische Post, 29.Juni 2005
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